02. Jul 2015

manager magazin - "Eine gute Rede ist keine Gabe - wir können alle reden"

Veranstaltung: Michael Rossié exklusiv in der manager lounge

Eine gute Rede vor den eigenen Führungskräften, auf der Betriebsratsversammlung oder im Lions-Club zu halten, ist kein Problem, sagt Erfolgs-Coach Michael Rossié. Wichtig ist, ein paar Grundregeln zu beachten - und bloß nicht zu viel vorher zu trainieren.

manager-magazin.de: Flirten mit Vielen - wie viele Menschen bleiben an der Formulierung hängen?

Rossié: Das ist ein Spruch, der auf ganz einfache Weise zeigen soll, worauf es ankommt: Natürlich zu sein. Beim Flirten verhalten wir uns meist richtig. Machen wir es doch auf der Bühne genauso! Wir sprechen von Dingen, von denen wir etwas verstehen, wir spielen keine Rolle und gehen persönlich auf unseren Gesprächspartner ein. Jede Rede ist ein Unikat und wenn wir einigermaßen geübt sind, sind wir auch noch locker und spritzig.

mm.de: Dass die Präsentation den Inhalt schlägt ist ja nun nicht neu - woran krankt es denn im Vortragseinerlei?

Rossié: Die meisten Menschen sind übertrainiert. Die haben so viele Seminare über die richtige Haltung, die ideale Dramaturgie und die ultimative Powerpointfolie besucht, dass sie jetzt gehemmt sind, einfach loszulegen. Die Angst, keine Fehler zu machen, ist eine schlechte Voraussetzung für eine mitreißende Rede. Ich würde aber nicht sagen, dass die Präsentation den Inhalt schlägt. Jemand, der nichts zu sagen hat, langweilt fast immer, auch wenn er dabei auf dem Kopf steht. Aber eine gute Präsentation erleichtert das Verständnis ungemein. Sonst ist es so wie ein schlechter Empfang beim Handy. Die Zuschauer müssen sich anstrengen, und das macht keinen Spaß.

mm.de: Wen sehen Sie als guten Sprecher - und warum?

Rossié: Die Frage ist, in welcher Disziplin? Von den Teleprompter-Ablesern ist Barack Obama der Beste. Bei den Moderatoren ist es Barbara Schöneberger oder Günther Jauch. Beim Infotainment gefällt mir Caren Miosga am besten, und auch auf Anne Will freue ich mich. Bei den Speakern sind es Menschen wie Hans Uwe Köhler oder Sabine Asgodom. Aber auch Politiker wie Gregor Gysi oder Peer Steinbrück können toll reden. Unsere Kanzlerin macht das ebenfalls sehr gut, leider nur bei inoffiziellen Anlässen. Wenn es offiziell ist, dann wirkt sie ein bisschen steif.

mm.de: Wie "einfach" ist es, gut zu sprechen?

Rossié: Wer am Tisch in seinem Club nicht den Mund aufbekommt, für den ist die große Bühne eine schwer zu überwindende Hürde. Und der müsste anfangen, erst einmal ganz klassisch abzulesen, um die Angst zu verlieren. Reden lernen ist eine Treppe mit vielen Stufen. Aber wenn jemand im kleinen Kreis ganz locker und witzig erzählen kann, dann ist das sehr leicht, mit den richtigen Techniken, so einen Vortragsstil auf die Bühne zu übertragen.

mm.de: Wie viel Prozent einer guten Rede ist Gabe, wie viel Schweiß?

Rossié: Es ist weder Gabe noch Schweiß. Wir können alle reden. Und wer eine Führungsposition innehat, der kann nochmal besser reden als der Durchschnitt. Ich würde das nicht als Gabe bezeichnen. Dazu können das viel zu viele. Einige wenige Menschen schlottern vor Angst, weil Sie auf der Bühne "Guten Abend" sagen sollen. Das sind Ausnahmen. Schweiß brauchen Sie nur, wenn das Ihr Beruf ist und Sie wollen jede Wochen Hunderte, wenn nicht Tausende Menschen in Vorträgen begeistern. Das ist Arbeit, das ist Schweiß, das kostet viel Zeit, wenn man das brillant machen will. Aber eine Rede vor den eigenen Führungskräften, auf der Betriebsratsversammlung oder im Lions-Club, ist kein Problem. Wenn man weiß wie, dann macht man das einfach. Hier wäre eine ausgefeilte Performance nicht nur fehl am Platz, sondern kontraproduktiv. Manager, die wochenlang eine Rede proben, wären mir verdächtig. Gegen zwei Proben oder ein bisschen Coaching ist aber nichts zu sagen. Das kann manchmal sehr helfen.

Am Montag, 21. September, referiert Michael Rossié in der manager lounge München über verblüffend einfache Techniken, andere Menschen zu informieren, zu unterhalten und zu begeistern.

Quelle: www.manager-magazin.de

Michael Rossié - Langemarckstr. 3a - 82166 Gräfelfing - Tel.: +49 89 852 753

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Speakers Excellence: Michael Rossié


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German Speakers Association

Michael Rossié ist Vizepräsident der German Speakers Association


Global Speakers Federation

Michael Rossié ist Mitglied in der Global Speakers Federation


Certified Speaking Professional

Die Bezeichnung Certified Speaking Professional (CSP) ist eine international anerkannte Qualitätsauszeichnung für Speaker, die besonders hohe Anforderungen an Qualität und Quantität des Speaking erfüllen. Der Titel wird vom amerikanischen Dachverband der Speaker, der National Speakers Association verliehen. Michael Rossié wurde 2013 der zwölfte Deutsche mit diesem Titel. Weltweit sind ca. 10% aller Speaker CSPs.


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GEDANKENtanken: Michael Rossié